Flunkyball Regelwerk

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Spielfeld

Das Spielfeld besteht aus einem inneren Feld (Lauffeld), in dessen Mitte sich ein Wurfziel befindet und zwei äußeren Feldern (Teamraum) in denen sich die Teams und deren Biere befinden.

Die Länge des inneren Feldes beträgt *die gerundete Meterzahl, welche 32 Fußlängen am nahsten kommt*. Die Breite des inneren und der äußeren Felder beträgt mindestens 1 Meter pro Teammitglied. Die Länge der Teamräume beträgt mindestens 2 Meter.

Die Mitte des Lauffeldes ist mit der Stellfläche des Wurfzieles markiert. Gegebenenfalls ist im Teamraum die Stellfläche des Spielbieres gekennzeichnet.

Lauffeld und Teamraum sind durch die Grundlinie voneinander getrennt

Spielgerät

Das bevorzugtes Wurfziel ist eine 1 Literflasche, welche zu 1/3 mit einer nicht ekelhaften Flüssigkeit gefüllt ist. Fische im Ziel sind zu vermeiden. Falls notwendig kann der Schiedsrichter jedes Objekt als Wurfziel bestimmen, welches mindestens die Größe einer üblichen 0,5l Flasche besitzt und genügend Gewicht und Standfestigkeit aufweist.

Als Wurfgeschoss wird ein Gummiball mit einem Durchmesser von 20cm genutzt.

Als Spielbier sind Biere aus 0,5l Flaschen zulässig. Während der Gruppenphase ist auch Radler zulässig.

Teams

Die Teamstärke im Turniermodus beträgt 3 Personen. Sollte ein Spieler während des Spielverlaufes Opfer des Bieres werden, sind die Auswechselkonditionen mit dem Gegnerteam auszuhandeln.

Ein Spieler pro Team ist Teamführer. Diese sind die 1. Ansprechpartner für die Schiris und Verhandlungsführer bei Bedarf.

Soweit nicht anders ausgeschrieben kann in gemischten Teams gespielt werden.

Spielleitung

Die Einhaltung der Regeln kontrolliert der Hauptschiedsrichter. Dieser kann als Hilfe Seitenrichter für jedes Team aus unparteiischen Personen und dem FSR WiWi rekrutieren. Ab dem Halbfinale sind Linienrichter zu stellen. Der Hauptschiedsrichter trifft alle Entscheidungen nach eigenem Ermessen und Berücksichtigung des Regelwerks. Nur bei begründetem Zweifel der Neutralität kann vor Spielbeginn bei der Turnierleitung ein anderer Schiri beantragt werden. Beschwerden über Schiedsrichter können ebenfalls nur bei der Turnierleitung eingereicht werden.

Spielablauf

Beginnrecht und Seitenwahl: Zu Beginn eines jeden Spieles treten die beiden Teamführer gegeneinander im Stein, Schere, Papier an. Der Gewinner erhält den ersten Wurf und darf die Seite wählen.

Position des Bieres, Aufstellung und Werferreihenfolge: Jedes Team darf sich frei im Teamraum platzieren. Die Spielbiere dürfen maximal 20 Zentimeter von der Grundlinie entfernt stehen. Die Linie zum Lauffeld darf nicht übertreten werden. Der Werfer darf für die Wurfrunde die Position mit einem Mitspieler tauschen, wenn er im Ballbesitz ist. Nach einem Positionstausch muss der Schiri das Spiel zum Weiterspielen freigeben.

Die Startaufstellung beim 1. Wurf eines Teams gibt die Wurfreihenfolge vor. Der erste Werfer ist die linke Person, der Letzte die rechte.

Wurf und Trinkphase: Beide Teams rollen abwechselnd das Wurfgeschoss durch die Luft und versuchen dabei das Wurfziel zu treffen. Geworfen wird mit der „Hand über Schulter Technik“. Sobald der Ball die Hand verlässt dürfen maximal 2 Läufer des Gegnerteams die Linie übertreten und den Ball aufzusammeln und gegebenenfalls das Wurfziel aufzustellen.

Sehr harte Würfe sind nur bei ausreichender Präzision zulässig. Lässt das Wurftalent eines Spielers zu wünschen übrig, bei einer Wurfhärte, welches ein erhöhtes Verletzungsrisiko für die Gegner darstellt, so kann der Schiedsrichter die Reduzierung der Wurfstärke auf ein angemessenes Maß fordern. Das Wurfgeschoss muss spätestens im Abstellbereich Bierhöhe erreicht oder zuvor den Boden erreicht haben. Wird das Wurfgeschoss auf den Körper der Gegenspieler geworfen erfolgen Strafen bis hin zur Disqualifikation. Der Versuch die gegnerischen Biere umzuwerfen ist grundsätzlich erlaubt.

Solange das WZ nicht umgeworfen wurde darf keine Hand das Bier berühren. Nach der Gruppenphase darf das Knie vor dem Umwerfen des WZ nicht den Boden berühren. Wird das WZ umgeworfen, darf so lange getrunken werden, wie das WZ nicht wieder aufrecht steht und die Läufer und der Ball sich nicht im oder hinter dem Teamraum der Gegnermannschaft befindet. Rollt der Ball am Seitenaus bis in die Zuschauermenge oder ein anderes Spielfeld, so kann der Ballläufer entscheiden den Ball zu holen oder in seinen Teamraum ohne Ball zurück zu laufen; Wählt der Ballläufer letzteres, so darf die Mannschaft die geworfen hat 4 Sekunden länger trinken. Jeder Spieler darf nur sein eigenes Bier trinken und muss dieses bei jedem Wurf vor sich platzieren, Ausnahmen werden unter „Strafbiere“ genannt. Das schützen des Bieres ist erlaubt, nachdem der Ball geworfen wurde.

Ende der Trinkzeit: Sobald der Schiedsrichter das Stoppsignal gegeben hat ist umgehend das Bier abzusetzen. Gruppenphase: Während der Absetzbewegung darf weiterhin Schaum geschlürft werden Nach 2 bis 3 Sekunden muss das Bier auf dem Boden stehen und es darf nicht mehr berührt werden. KO-Runde: Ab der KO-Runde muss beim Stopp SOFORT das Bier vom Mund genommen werden.

Spielende: Gewonnen hat das Team welche alle Spielbiere (und gegebenenfalls Strafbiere) leergetrunken hat oder wenn der Gegner disqualifiziert wurde.

Leere Biere: Während der Gruppenphase gilt ein Bier als geleert, wenn das Bier über den Kopf umgedreht wird und so 5 Sekunden gehalten hat. Läuft mehr als ungefähr 0,1l Bier aus dem Spielgerät, gilt dies als Verschwendung von Bier und wird bestraft. Während der KO-Phase gilt die 3 Sekunden Regel; Ein Bier ist dann leer, wenn nach dem Umdrehen 3 Sekunden lang kein Tropfen Bier/Schaum aus der Flasche läuft. Der Spieler entscheidet selbst, wann er die Flasche als leer werten lassen will. Kündigt er an, dass seine Flasche leer ist, so muss die das Spielgerät innerhalb von 3 Sekunden umgedreht werden. Wurden alle Biere eines Spielers als leer bestätigt, muss dieser den Spielerraum verlassen und kann nicht weiter an dem Spiel teilnehmen.

Strafbiere und Schäumen: Strafbiere dürfen nur in der Gruppenphase im Team weitergereicht werden. Ab dem Halbfinale trinkt derjenige, welcher für das Strafbier verantwortlich ist. Ein Bier gilt als übergeschäumt, sobald geringste Mengen Schaum den Hals runterlaufen.

Spieldauer: Die Spieldauer beträgt 15 Minuten. Ist die reguläre Spieldauer abgelaufen, kann der Schiedsrichter nach 5 Würfen pro Mannschaft ein Ex-Bierbattle für die Entscheidung ausrufen. Beide Teams können sich bereits vorher auf ein Ex-Bierbattle einigen. Beim EBB gewinnt die Seite welche alle noch verbliebenen Biere am schnellsten austrinkt. Ein Bier gilt hier als leer, solange weniger als ein Schluck Bier aus dem Spielgerät läuft. Am EBB nehmen nur die Spieler teil, welche vorher noch im Spiel waren.

Strafkatalog

Aussetzen:

  • Überschäumen des Bieres (1 Trinkrunde)
  • Bis geringe Mengen Schaum bei 3 Sek.-Regel  (1 TR nach Beendigung)
  • Frühzeitiges Anfassen des Bier (1 TR)
    • Verschließen des Bieres nach dem abstellen des Bieres
  • Knie zu früh auf dem Boden (1 TR)
  • Übertreten der Grundlinie (1 TR)
  • Würfe auf Schienbeinhöhe der Gegenspieler (2 TR ganzes Team)
  • Zeitverzögerung nach bereits 2 Ermahnungen des Schiedsrichters (1-3 TR Team, abhängig von der Häufigkeit)
  • Absichtliches Umtreten des Bieres (Disqualifikation des Spielers. Gruppendisqualifikation sollte kein Auswechselspieler vorhanden sein)
  • Wurfreihenfolge nicht eingehalten (1 TR)
  • Zu früh geworfen (1 TR)
  • Geringfügig zu lange getrunken (1 TR)
  • Bier zu weit von der Grundlinie entfernt (1 TR)
  • Umkippen eines Bieres ohne Verlust von Bier (während Gruppenphase)

Strafbier:

  • Zu früh loslaufen
  • Bier umkippen unabhängig vom Bierverlust (nach Gruppenphase)
  • Kotzen
  • Direkte Würfe auf den Gegner über Schienbeinhöhe (ganzes Team)
  • Mehr als 0,1l Bier beim Auskippen über den Kopf
  • Mehr als eine geringe Menge Schaum bei der 3 Sek.-Regel
  • Wiederholtes Diskutieren mit dem Schiri
    • Bei 3 oder mehr Spielern ganzes Team
  • Beleidigung der Gegner oder des Schiedsrichters
  • Deutlich zu lang getrunken
  • Bier illegal weitergegeben oder getauscht

Disqualifikation (Mannschaft oder Spieler im Ermessen des Schiedsrichters):

 

  • Würfe auf Gesichtshöhe der Gegner und harte Würfe auf den Oberkörper
  • Verweigerung den Anweisungen des Schiedsrichters zu folgen
  • Wiederholte Beleidigung von Gegner oder Schiedsrichter
  •  Von der Turnierleitung als Bieropfer für Spielunfähig erklärt

 

Weiteres

Zeigen sich während des Spieles Lücken im Regelwerk oder treten seltene Sonderfälle auf, welche nicht alle im Regelwerk erfasst werden können, so obliegt es zunächst den beiden betroffenen Mannschaften des betreffenden Spieles sich über eine Lösung einigen. Gelingt dieses nicht hat die Turnierleitung das letzte Wort.